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Jazz - Kein Anfang und kein Ende


Jemand hat uns davon abgeraten, in diesem Text eine Verbindung zwischen Jazz und Jesus herzustellen. Eigentlich hatte das auch keiner vor, warum auch. Es ging ja ursprünglich nur um Wortspielereien in einer von Weihrauch und Myrrhe geladenen Atmosphäre, um Ähnlichkeiten, Anfangsbuchstaben, Jazz als Botschafter und so. "Was hat Jazz mit Jesus zu tun? Was soll denn der Quatsch? Ja sicher, kann man alles irgendwie miteinander in Verbindung bringen, aber die meisten Jazzfreunde sind nicht gleichgültig. Bleibt also realistisch! Konsum, Entenmoor, Ostern oder was?..." meinte dieser Jemand recht aufbrausend. (Aja!?) Thema zerredet und wieder eine Illusion dahin.


Sinnlich soll das neue Festival im Jahr 2000 wieder sein, Spaß machen, einfach und gut. Vielleicht baut es ja sogar bei dem Einen oder Anderen eventuell abhanden gekommene Illusionen wieder auf. Das wäre ja höchstes Glück! Und wird der 27. OstseeJazz mit der Féte de la Musique begonnen, über zahlreiche Events und zwei durchaus zeitgeistgemäße Jazzpartys bis zum Jazzdiskurs geführt, wird es vielleicht auch wieder spannend. Spannend sicher unser diesjähriger Programmschwerpunkt: Frauen im Jazz! Aus aller Welt kommen sie angereist, um uns mit ihrer Musik zu erfreuen. Masha Bijlsma aus Holland, Rosanna & Zelia aus Brasilien , Uschi Brüning aus Berlin u.v.m.. Maria ist dieses Jahr leider nicht live dabei.

Jazz pur wie gesagt als festlicher Auftakt an der herrlichen Klostermauer. Jazz für Groß und Klein. Wieder eine wunderbare Zusammenarbeit mit dem Institut Français und der Féte de la Musique Berlin. Ab dem späten Nachmittag Live-Musik bei freiem Eintritt, nach alter Manier der französischen Idee, die Sommersonnenwende zu feiern. Und am ersten Sommertag begrüßen wir dann ein reizendes brasilianisches Damenduo im Klostergarten, bevor ein recht gewagtes Projekt - die Bandleader sind wahrlich angenehme Zeitgenossen - mit dem nicht allzu ernst zu nehmenden Namen OstseeJazzSyndikat zu seiner Uraufführung gelangt.

Freitag dann die Übernahme des Stadthafens mit einem Programm, welches es in sich hat und nach Meinung von Experten, für Rostock zu überladen sei. Gut, wer da widerstehen kann, schlecht, wer Jasper samt Jünger versäumt. Erst ins OstsseJazz-Festzelt und dann ins MAU zu Jazz & Groove oder nur eines von beiden. Wer die Wahl hat, hat Glück. Gutgemeinter Rat der Programmgestalter: Beides besuchen!

Best of Jugend Jazzt als gesonderter Programmpunkt im Fantasia am Sonnabend mit den Stars von morgen nebst Session. Danach die Party "AfterJazz Spectaculum" im Studentenkeller. Der Mojo-Club gibt sich dort die Ehre. Aber die Eltern gehen vielleicht doch besser nach Hause, um Jazzbrunch und Kinderfest nächsten Morgen am Stadthafen richtig genießen zu können. Danach rasch die Kinder bei den Schwiegereltern abgegeben, frisch machen und Uschi und Lutten zum Festivalausklang zuhören. Und auf einmal ist schon wieder ein Festival vorbei, obwohl es eigentlich noch gar nicht angefangen hat, denn wir sitzen ja noch im Konsum am Entenmoor und es ist Ostern.

Viel Vergnügen!



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