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Mit 'Jazz lebt!' endete der Text zur Jubiläumsausgabe 25. OstseeJazz. Mit dieser "hochtrabenden" Wortspielerei
haben wir so einige Kontroversen ausgelöst und mußten Konsequenzen daraus ziehen.
Mit Internetpräsenz und OstseeJazz-CD allerdings haben wir uns dann auch noch selbst ans Kreuz genagelt. Man kommt ja das ganze Jahr nicht mehr zur Ruhe. Tatsächlich vorbei die Zeiten, in denen
man einmal im Jahr zehn Tage Live-Jazz zur Freude aller, die sich dafür interessieren, veranstaltet und sich danach etwas zurücklehnt. Rostock hat es also auch schon gepackt, das schnelllebige
Fieber. Das Tor zur Welt ist jedenfalls schon offener, weitblickender und aufgeschlossener für Jazz als andere Städtchen. Denn wohl erstaunlich allein die Resonanz bei "Jugend Jazzt".

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Völkerwanderungen in der Hansestadt sind ja sonst nur zur Hanse Sail zu beobachten. ("Die neue Metropole der deutschen Jazzszene" schrieb die Süddeutsche,
"...diese Stadt sollten sie sich merken, wenn sie was für Jazz übrig haben" der Tagesspiegel und die Krönung wohl der Kommentar der TAZ "wir verstehen zwar
nichts von Jazz, aber da oben passiert Unglaubliches, sicher...".)* Und das seit sechsundzwanzig Jahren mit einer Beharrlichkeit die Früchte treibt. Neuer Jazz
aus Frankreich im Nizza des Nordens, als Resultat einer engeren Zusammenarbeit mit dem Institut Français und einer Kooperation mit der "Fête de la Musique" in
Berlin, verleiht dem Festival '99 sicher eine interessante neue Komponente. Die Verleihung des OJ-Förderpreises und der Auftritt der Sieger "Basar" aus Hessen
und "The Kräuters" aus Hamburg eine Weitere. Nachwuchs hat Rostock auch zu bieten, deshalb auch im Programm das jazzende LJJOMV. Schon etwas länger im Musikgeschäft
Maria João aus Portugal. Ob uns Stimmengewalt oder schlicht das schräge Aussehen bewegt hat, die anmutige Sängerin zu den Rostocker Jazztagen einzuladen, wissen wir
nicht mehr so genau. Gutgemeint ist dieser Auftritt wie das gesamte Festival allemal. Hiermit vorweg einer der vielen Stars der internationalen Jazzszene angekündigt.
Nun zu einer besonderen Empfehlung der objektiven Programmgestalter: Torbjørn Sunde als vielversprechendes Talent aus dem Ostseeanliegerstaat Norwegen. Ja, zu lesen
gibt es einiges in diesem Heftchen, hoffentlich nicht überfordernd zu viel, allenfalls hat es mit Jazz zu tun. Wir sind stolz im magischen Jahr 1999 eine gute
Woche Musik zu bieten, die so alt und modern zugleich ist. Bei allem Respekt vor den Musikern, ohne ein großherziges Publikum wären die Rostocker Jazztage nichts.
Mit dieser kleinen Schmeichelei zum Abschluß wünschen wir euch einfach viele sinnliche und schöne Stunden beim 26. OstseeJazz.
Euer filmclub e.V. |